Kairo (KNA) Die Al-Azhar-Moschee in Kairo hat die jüngsten Koran-Verbrennungen in Schweden durch den Gründer der islamfeindlichen dänischen Partei „Stram Kurs“, Rasmus Paludan, verurteilt. Angriffe auf religiöse Heiligtümer seien keine Frage der Meinungsfreiheit, sondern eine „barbarische Apostasie“, die menschliche Werte missachte, Gewalt und Hass schüre und die Sicherheit und Stabilität von Gesellschaften untergrabe, heißt es laut einem Bericht der Zeitung „Al-Ahram“ in einer Erklärung vom Montag. Derartige Handlungen stellten einen eklatanten Verstoß gegen alle internationalen Gesetze zum Schutz religiöser Überzeugungen dar. Die Heiligkeit des Koran werde weder durch den Groll der Jugend noch durch die Handlungen jener beeinträchtigt, die Aufruhr schürten und Hass unterstützten, so die Erklärung. Die Moschee forderte dazu auf, den Missbrauch religiöser Symbole zu verhindern und das Recht von Muslimen auf freie Religionsausübung zu schützen. In mehreren Städten Schwedens war es am Wochenende zu Ausschreitungen gekommen, nachdem die Behörden Kundgebungen des Rechtsextremisten Paludan genehmigt hatten. Der Däne zieht derzeit durch das Land, um bei seinen Veranstaltungen die heilige Schrift des Islam zu verbrennen. Die Al-Azhar-Moschee ist die älteste Moschee Kairos und eines der bedeutendsten islamischen Gotteshäuser Ägyptens. An sie angegliedert ist eine Universität mit heute rund 20.000 Studienplätzen, die als eine der bedeutendsten Lehrautoritäten des sunnitischen Islam gilt.

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