Muslime begrüßen Kompetenzzentrum gegen Rechtsextremismus

KNA 25.01.2012
Bonn/Berlin (KNA) Der Zentralrat der Muslime in Deutschland begrüßt die Schaffung eines Informations- und Kompetenzzentrums im Kampf gegen Rechtsextremismus. „Die muslimischen Verbände haben Angst und fühlen sich zum Teil auch allein gelassen. Sie suchen und brauchen den Schutz der Gesellschaft“, sagte der Vorsitzende des Zentralrates, Aiman Mazyek, am Dienstagabend im Sender „Phoenix“. Das Kompetenzzentrum und die Zusammenarbeit mit Bund und Ministerien seien „ein wichtiges Signal“.
Seit dem 11. September 2001 habe man „den Blick nicht richtig geschärft auf die Gefahren des rechtsextremistischen Terrorismus“, sagte Mazyek weiter. „Der sogenannte muslimische Terrorismus war im Fokus. Im Schatten dieser Auseinandersetzung konnte der Rechtsradikalismus in Deutschland gedeihen.“ Rechte Gruppierungen hätten die Islamfeindlichkeit als Türöffner für ihre Propaganda genutzt. Kritik äußerte Mazyek an der Arbeit der Polizei: „Islamfeindlichkeit darf nicht unter Fremdenfeindlichkeit subsumiert werden, sondern muss als eigenständiger Tatbestand von rassistischer Gewalt gewertet werden. Das ist bislang bei der Polizei noch nicht der Fall“, meinte der Vorsitzende.
(KNA - lmklmo-bd-2015.31ie-1)

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