Türkische Gemeinde: Wulff muss ein Zeichen gegen Rechts setzen

KNA 08.02.2012
Berlin (KNA) Zwei Wochen vor der Gedenkveranstaltung für die Opfer rechtsextremistischer Gewalt hat die „Türkischen Gemeinde in Deutschland“ deutliche Worte von Bundespräsident Christian Wulff an die Gesellschaft gefordert. Der Vorsitzende Kenan Kolat sagte dem Berliner „Tagesspiegel“ (Donnerstag): „Es geht darum, dass Ausländerhass und Fremdenfeindlichkeit offen thematisiert werden und dass die Zivilgesellschaft dagegen vorgeht.“ Wulff müsse deshalb in seiner Rede die Gesellschaft zum Kampf gegen den Rassismus aufrufen. Die zentrale Gedenkveranstaltung findet am 23. Februar im Berliner Konzerthaus statt.
Kolat erwartet zudem, dass Wulff den „guten Ruf der betroffenen Familien wieder herstellt, den die Angehörigen durch falsche Verdächtigungen verloren haben“. Die „Türkische Gemeinde in Deutschland“ will ferner laut „Tagesspiegel“ in einem Brief an Kirchen, Gewerkschaften und Wohlfahrtsverbände dazu aufrufen, den „Tag gegen Rassismus“ am 21. März für eine Gedenkminute zu nutzen. Unter dem Motto „5 vor 12“ soll an diesem Tag um 11.55 Uhr in ganz Deutschland das öffentliche Leben still stehen. Kolat erklärte dazu: „Ziel dieser Aktion ist es, die ganze Bevölkerung in Deutschland mitzunehmen und gegen Rassismus aufzustehen.“
(KNA - lmkmks-bd-1209.54ca-1)

Auf unserer Hauptseite finden Sie weitere Informationen zu den Themen interreligiöser Dialog und christlich islamischer Dialog.