Integrationsgipfel soll Zeichen gegen Fremdenhass setzen

KNA 30.01.2012
Berlin (KNA) Der Integrationsgipfel am kommenden Dienstag soll nach den Worten der Staatsministerin für Integration, Maria Böhmer (CDU), auch ein Zeichen gegen Rechtsradikalismus und Rassismus sein. Vor dem Hintergrund der Morde an Ausländern durch Rechtsterroristen sagte Böhmer am Samstag in einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA): „Das Treffen soll ein Appell sein, dass alle Menschen in unserem Land aufstehen, wenn Rechtsradikale durch die Städte marschieren.“
Die über hundert geladenen Vertreter von Migranten, aus der Politik, Gesellschaft und den Kirchen wollen auf dem 5. Integrationsgipfel im Bundeskanzleramt den „Nationale Aktionsplan Integration“ vorstellen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte den Gipfel 2006 erstmals einberufen, um für die über 16 Millionen Menschen mit ausländischen Wurzeln in Deutschland eine bessere Teilhabe an der Gesellschaft zu eröffnen.
Der Aktionsplan enthalte „konkrete Ziele, die überprüfbar und messbar sind“, so Böhmer. Dadurch werde Integration verbindlicher. Die Fortschritte sollten künftig regelmäßig überprüft werden. Bei dem Treffen solle es nach den Worten der Ministerin besonders um den zu geringen Anteil von Migranten im Öffentlichen Dienst sowie die interkulturelle Öffnung des Gesundheitswesens und der Pflege gehen.
Böhmer verwies auf Erfolge beim Spracherwerb, in der Bildung und auf dem Arbeitsmarkt. Diese „Großbaustellen“ blieben aber bestehen. Ein weiteres Thema solle die Integration von Neuzuwanderern sein. „Durch die Forderung nach einem Spracherwerb im Ausland, kommen die Menschen wesentlich besser vorbereitet nach Deutschland“, so Böhmer. Außerdem könnten sie sich künftig bereits vom Ausland aus über die mögliche Anerkennung der eigenen Qualifikationen erkundigen.
(KNA - lmklmr-bd-1932.27ke-1)

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