Kirche in Not ruft Muslime zur Toleranz auf

KNA 11.02.2011
Köln (KNA) Beim Thema Christenverfolgung sieht das katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ den Islam in der Pflicht. „Die moderaten Kräfte im Islam müssen sich weiter zu Wort melden und noch mehr Einfluss gewinnen“, sagte der Menschenrechtsexperte des Werks, Berthold Pelster, am Donnerstag dem Online-Portal katholisch.de. Zwar geschehe auf der Ebene der geistlichen Führer im interreligiösen Dialog schon eine ganze Menge. „Trotzdem muss sich noch viel ändern, vor allem an der Basis.“
So gebe es immer wieder Berichte aus arabischen Ländern, dass in den Moscheen der Hass gegen Christen geschürt und ein verzerrtes Bild von ihnen vermittelt werde. Im Koran gebe es sehr scharfe Aussagen gegen Christen, betonte Pelster. Wenn politische Strömungen diesen Aussagen folgten, stellten sie Christen oft vor die Wahl: „Entweder sie konvertieren zum Islam oder sie verlassen das Land.“ Gerade in den vergangenen Jahren habe die Verfolgung von Christen aus religiösen Gründen zugenommen. In Ägypten wollten die Muslimbrüder das traditionelle islamische Scharia-Recht einführen, im Irak gebe es ähnliche Tendenzen. „Da ist ein Ende wohl noch nicht abzusehen“, so der Menschenrechtsexperte.
(KNA - llkmlk-BD-1109.44BA-1)

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