Union: EU muss Christenverfolgung explizit benennen

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 Erika Steinbach (CDU)
Foto: ©dpa
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KNA 03.02.2011
Berlin (KNA) Die Unionsfraktion hat eine klare Position der EU zum Schutz der Religionsfreiheit gefordert. Die Christenverfolgung müsse explizit in einem gemeinsamen Dokument erwähnt werden, sagte die menschen-rechtspolitische Sprecherin der Fraktion, Erika Steinbach (CDU), am Mittwoch in Berlin. Am Montagabend war es den EU-Außenministern nicht gelungen, sich auf eine gemeinsame Verurteilung von Übergriffen gegen religiöse Minderheiten zu einigen. Streitpunkt war offenbar, ob die Lage der Christen in dem Dokument eigens erwähnt werden sollte. Die hierfür erforderliche Einstimmigkeit kam jedoch nicht zustande.
Dies sei „zutiefst bedauerlich“, sagte Steinbach. Christen seien die größte verfolgte religiöse Minderheit. Nur die explizite Nennung von Täter und Opfer erlaube es, die Lage der Christen zu verbessern. Verallgemeinerungen hingegen verharmlosten die „lebensbedrohliche Situation vieler Christen auf der Welt“. Ähnlich hatten sich zuvor bereits die EUBischofskommission
COMECE geäußert. Die Bischöfe forderten in einer in Brüssel veröffentlichten
Erklärung die EU-Außenminister zu konkreten Schritten auf, um dem Recht auf Religionsfreiheit zur Durchsetzung zu verhelfen.
(KNA - llkmkm-BD-1003.55DA-1)

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