Studie: Lage der Religionsfreiheit weltweit verschlechtert

KNA 13.08.2011
Washington (KNA) Für ein Drittel aller Menschen weltweit hat sich in den vergangenen Jahren die Lage der Religionsfreiheit verschlech- tert. Diskriminierungen von Christen wurden aus 130 Staaten gemeldet, von Muslimen aus 117 Staaten. Das geht aus einer aktuellen Studie des USamerikanischen Pew Research Centers hervor. Die Angaben beziehen sich auf den Zeitraum zwischen 2006 und 2009.
Der Untersuchung zufolge leben 2,2 Milliarden Menschen oder 32 Prozent der Weltbe- völkerung in Ländern, wo entweder staatliche Einschränkungen oder soziale Anfeindungen in dem betrachteten Zeitraum substanziell zunahmen. Für ein Prozent der Weltbe- völkerung habe sich die Situation hingegen verbessert.
Die höchsten Grade religiöser Intoleranz stellte die Studie im Nahen Osten und in Europa fest. Obwohl im Nahe Osten hauptsächlich Muslime lebten, seien sie die am meisten angefeindete Gruppe. Ebenfalls hätten Christen und Juden in der Region schwere Benachteiligungen hinzunehmen.
Fünf der zehn Staaten, in denen die Wissenschaftler einen Anstieg von Feindseligkeiten gegen Angehörige bestimmter Glaubens- gemeinschaften feststellten, liegen in Europa: Bulgarien, Dänemark, Russland, Schweden und Großbritannien. Unter den 25 bevöl- kerungsreichsten Staaten der Welt verzeichneten China, Nigeria, Russland, Thailand, Großbritannien und Vietnam vermehrte soziale Diskriminierung oder Übergriffe. Vor allem staatliche Einschrän- kungen der Religionsfreiheit gab es laut dem Forschungsinstitut in Ägypten und Frankreich.
(KNA - llksll-bd-1700.09mi-1)

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