ZDF zeigt Dokumentation über die Folgen von „Nine Eleven“

KNA 24.08.2011
Köln (KNA) Zum zehnten Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September zeigt das ZDF am 1. und 2. September die zweiteilige Dokumentation „Nine Eleven - Der Tag, der die Welt veränderte“. Der Film solle verdeutlichen, wie in der Dekade danach „Angst und Schuldgefühle zu treibenden Faktoren der Politik“ wurden, kündigten die Autoren Elmar Theveßen und Souad Mekhennet am Montag in Köln an.
Im Blickpunkt der 90 Minuten stehen der globale Krieg gegen den „Al Kaida“-Terrorismus sowie die regionalen Kriege in Afghanistan und Irak. Daneben werden die verschärften Sicherheitsgesetze in der westlichen Welt, die gezielte Jagd auf einzelne Terroristen mittels Drohnen sowie die Fälle von Folter an gefangengenommenen Terroristen als Mittel der Aufklärung kritisch in den Blick genommen.
Seit zehn Jahren arbeitet der stellvertretende ZDF-Chefredakteur Theveßen nach eigenen Worten an dem Thema. Gezielt für die aktuelle Dokumentation waren er und die türkisch-marokkanischstämmige Reporterin Mekhennet rund zwei Jahre immer wieder unterwegs. Sie filmten unter anderem in Deutschland und den USA, in Pakistan, Marokko, dem Irak und in Polen. Zur Erhärtung der These, wonach Angst und Schuldgefühle die Anti-Terror-Politik bestimmen, sprachen sie mit führenden Politikern, Militärs und Geheimdienstlern. Im Film kommen der frühere US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), der frühere Präsident Pakistans, Pervez Musharraf, Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder und Ex-Bundesinnenminister Otto Schily (beide SPD) sowie Polens ehemaliger Ministerpräsident Leszek Miller zu Wort.
Miller ist einer der Hauptprotagonisten des ersten Teils „Angst“ (1.9., 22.15 Uhr), in dem es um Folter an gefangenen Terroristen geht. Filmmaterial über ein angeblich geheimes Foltergefängnis der CIA in Polen kommentiert er mit den Worten: „Hier hat niemand gefoltert - und schon gar nicht die Polen.“ Daneben dokumentieren Theveßen und Mekhennet Abhörpraktiken der Geheimdienste und beklagen „massive Eingriffe in Menschen- und Bürgerrechte“. So zeigen sie ein fensterloses Hochhaus in New York, von dem aus die CIA „1,7 Milliarden E-Mails täglich“ überwacht.
Im zweiten Teil „Krieg“ (2.9., 23.30 Uhr) geht es um den Irak-Krieg, um den Einsatz sogenannter Special Forces und um Drohnen, mittels derer per „Joystick“ vom Schreibtisch aus Terroristen gejagt werden. Zudem führen die Autoren Belege an, dass der Krieg im Irak und die Absetzung des Gewaltherrschers Saddam Hussein lange vor dem 11. September 2001 ausgemachte Sache gewesen seien. Der Film ist laut Sender Teil eines Programmpakets des ZDF über den 11. September in den kommenden Wochen. Auf Phoenix werden beide Teile der Dokumentation am 11.9. ab 20.15 Uhr
wiederholt.
(KNA - llksmm-bd-1650.46ba-1)

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