Papst fordert Ende der Gewalt in Syrien und Libyen

KNA 09.08.2011
Vatikanstadt/Castelgandolfo (KNA) Papst Benedikt XVI. hat eindringlich an die Regierung und die Bevölkerung in Syrien appelliert, die sich zuspitzende Gewalt zu beenden und Reformen durchzuführen. Es gelt möglichst bald zu einem friedlichen Zusammenleben zurückzufinden und dabei den berechtigten Erwartungen der Bürger auf ein würdiges Leben Rechnung zu tragen, sagte er am Sonntag beim Mittagsgebet in seiner Sommerresidenz Castelgandolfo. Zudem stehe die Stabilität der gesamten Region auf dem Spiel.
Zugleich forderte Benedikt XVI. die Staatengemeinschaft auf, sich nach der ergebnislosen Waffengewalt in Libyen mit Entschlossenheit um einen Friedensplan zu bemühen. Der Einsatz militärischer Mittel habe die Krise in dem nordafrikanischen Land bislang nicht gelöst. „Ich ermahne die internationalen Organisationen und die politisch und militärisch Verantwortlichen, mit Überzeugung und Entschlossenheit die Suche nach einem Friedensplan für das Land wiederaufzunehmen, durch Verhandlungen und im konstruktiven Dialog“, so der Papst.
Benedikt XVI. äußerte sich sehr besorgt über die „dramatische und sich zuspitzende Gewalt“ in Syrien, die zahlreiche Menschenleben gefordert und schweres Leid ausgelöst habe. Vor mehreren Tausend Menschen rief er zum Gebet auf, „damit das Bemühen um Versöhnung sich gegen Spaltungen und Hass durchsetzt“.
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