Kirchenführer und Hilfswerke beraten über Christen in Nahost

KNA 22.06.2011
Vatikanstadt (KNA) Kirchenführer aus dem Nahen Osten und Vertreter katholischer Hilfswerke beraten seit Dienstag im Vatikan über die Lage der Christen nach dem „Arabischen Frühling“. Hauptreferenten sind der koptisch-katholische Patriarch aus Ägypten, Kardinal Antonios Naguib, sowie der maronitische Patriarch Bechara Rai aus dem Libanon. Ferner nehmen der Franziskaner-Kustos der christlichen Stätten im Heiligen Land, Pierbattista Pizzaballa, und der Vatikanbotschafter in Israel, Erzbischof Antonio Franco, an den viertägigen Gesprächen teil.
Während der Tagung wollen Vertreter von mehr als 20 katholischen Hilfswerken aus zehn Ländern, die in der Vereinigung der Hilfswerke für die Ostkirchen (ROACO) zusammengeschlossen sind, über Hilfen für die Christen beraten. Weitere Punkte der ROACO-Vollversammlung sind die Situation im Heiligen Land sowie die Auswertung der Bischofssynode über den Nahen Osten vom Herbst 2010.
Die ROACO war 1968 mit dem Ziel einer umfassenden Unterstützung für die katholischen Ostkirchen gegründet worden und zählt mittlerweile 26 Hilfswerke als Mitglieder. Rund ein Drittel von ihnen kommt aus Deutschland: Die Hilfswerke missio, Misereor, Renovabis sowie der deutsche Caritasverband der Deutsche Verein vom Heiligen Lande, sowie das Erzbistum Köln, das päpstliche Missionswerk der Kinder, der Verein „PAX-Hilfe“ und der deutsche Zweig des Hilfswerks „Catholica Unio“. Die Hilfe der ROACO erstreckt sich auf das seelsorgerische und soziale Wirken der Kirchen im Nahen und Mittleren Osten sowie auf kirchliche Schulen. Vorsitzender des Gremiums ist der Präfekt der vatikanischen Ostkirchenkongregation, Kardinal Leonardo Sandri.
(KNA - llkqml-BD-1230.28TO-1)

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