Streit um islamisches Bankwesen in Nigeria verschärft sich

KNA 27.07.2011
Abuja (KNA) Im Streit um die Einführung eines islamischen Bankwesens in Nigeria verschärft sich der Ton. Wie die nigerianische Zeitung „The Punch“ (Montag) berichtete, kündigte der oberste Scharia-Rat des Landes an, er werde für ein Banksystem nach den Richtlinien des Korans notfalls „in den Krieg ziehen“. Der Rat für das islamische Religionsrecht verlangte weiter, Christen sollten aufhören, sich in muslimische Angelegenheiten einzumischen. Verärgert äußerte sich der Rat über die Christliche
Vereinigung Nigerias (Christian Association of Nigeria, CAN), ein Sprachrohr der Kirchen und christlichen Gemeinschaften des Landes. „Wir haben genug von ihren ständigen Beschimpfungen. Sie denken, unser Leben bestimmen zu können“, zitierte „Punch“ den Scharia-Rat.
In Nigeria wogt seit Wochen ein Streit um die Einführung eines islamischen Bankwesens, das beispielsweise Rücksicht auf das Verbot des Zinsnehmens nimmt. Führende Stimmen von CAN hatten die Einführung wiederholt nachdrücklich kritisiert, da sie darin einen Schritt zur Islamisierung des Landes sehen. Dabei äußerten die Kirchenrepräsentanten auch Vorwürfe gegen den nigerianischen Zentralbank-Chef Lamido Sanusi, einen Muslim. Er treibe die Einführung eines islamischen Bankwesens voran und bevorzuge die muslimische Hälfte der nigerianischen Bevölkerung, meinten CANVertreter.
(KNA - llkrmp-BD-1305.00TO-1)
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(KNA 26.07.2011)

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