Brief an Erdogan: Freien Zugang zu Flüchtlingslagern schaffen

KNA 09.07.2011
Göttingen (KNA) Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat an die türkische Regierung appelliert, einen offenen Zugang zu den Flüchtlingslagern an der Grenze zu Syrien zu ermöglichen. „So erfreulich der Aufbau der Zeltlager durch türkische Behörden ist, darf es nicht sein, dass alle Hilfsorganisationen außer dem Türkischen Roten Halbmond von der direkten Hilfeleistung für die Flüchtlinge ausgeschlossen werden“, heißt es in einem Schreiben der GfbV an Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan, wie die Organisation am Donnerstag in Göttingen mitteilte. Vielmehr sollte allen Hilfs- und Menschenrechtsorganisationen sowie Journalisten freier Zugang zu allen Lagern gewährt werden.
Nach Schätzungen des Nahost-Referenten der GfbV, Kamal Sido, der zurzeit auf einer Rundreise durch das Grenzgebiet zu Syrien ist, sind rund 9.900 Menschen vor der Gewalt des Regimes gegen die syrische Oppositionsbewegung in die Türkei geflohen. Syrische Sicherheitskräfte haben den Angaben zufolge mindestens 1.500 Syrer getötet und über 8.000 verletzt. Die GfbV schätzt die Zahl der inhaftierten syrischen Bürger auf 10.000 bis 15.000.
(KNA - llkrkr-BD-1521.25CA-1)

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