Westerwelle: Türkei ist Brücke zu islamischer Welt

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 Guido Westerwelle (FDP)
Foto: guido-westerwelle.de
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KNA 05.07.2011
Berlin (KNA) Die Türkei ist nach den Worten von Außenminister Guido Westerwelle (FDP) eine „Brücke in die islamische Welt“. In vielen arabischen Staaten habe die Türkei Vorbildcharakter, was nicht zuletzt daran liege, dass das Land eine „atemberaubende wirtschaftliche Erfolgsgeschichte“ vorweisen könne, sagte Westerwelle der „Welt“ (Montag). „Deshalb liegt eine enge Partnerschaft zwischen Europa und der Türkei nicht nur im türkischen, sondern vor allem im europäischen Interesse“, so der Minister.
Westerwelle äußerte sich im Anschluss an einen zweitägigen Besuch in der Türkei, wo er unter anderem am Samstag das historische griechisch-orthodoxe Priesterseminar auf der Prinzeninsel Chalki vor Istanbul besuchte. Wie das Außenamt mitteilte, wurde er dabei von einem Vertreter des ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel durch das Kloster geführt. Westerwelle bezeichnete das Priesterseminar als „großes Kulturerbe“ und betonte zugleich die Bedeutung der Religionsfreiheit: Sie gehöre „zu unserem europäischen Leben“ dazu.
Was die Frage eines EU-Beitritts der Türkei anbelangt, gebe es keinen Automatismus, „weder in die eine noch in die andere Richtung“, betonte Westerwelle gegenüber der „Welt“. Er werde jedoch seinen Beitrag zum Fortgang der Verhandlungen leisten, „wenn die Türkei Fortschritte macht“. Dass seit nunmehr einem Jahr kein neues Kapitel zum Beitritt des Landes in die EU eröffnet worden sei, bedeute einen Stillstand, der allen Seiten schade. „Wir wollen diesen Stillstand überwinden“, sagte der Außenminister.
(KNA - llkrko-BD-1005.38TO-1)
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(KNA 05.07.2011)

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