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  Soziologe Nassehi: Migrationsprobleme nicht im Islam begründet

Prof. Dr. Armin Nassehi

Prof. Dr. Armin Nassehi
Quelle Foto: www.ls1.soziologie.uni-muenchen.de/personen/professor/nassehi/index.html

 

KNA 4.12.2010

 

München/Köln (KNA) Die Ursache für die Migrationsprobleme in Deutschland sieht der Münchner Soziologe Armin Nassehi nicht im Islam begründet. Entscheidend sei vielmehr die Frage, wie hierzulande mit Unterschichten umgegangen werde, sagte Nassehi am Donnerstagabend in München. Gelöst werden müsse in erster Linie das Problem, dass es in diesen Kreisen an der Motivation mangle, sich zu bilden. „Dazu brauchen wir keinen Islamgipfel.“

 

Den Erfolg der Thesen von Thilo Sarrazins umstrittenem Buch „Deutschland schafft sich ab“ erklärt sich Nassehi vor allem durch den polemischen Ton des Autors sowie starke Vereinfachungen. Zudem habe die Politik in den vergangenen Jahrzehnten so getan, als ob Einwanderung in Deutschland nicht stattfinde. Dieses jahrelange Schweigen und Nichtstun seien die eigentlichen Gründe, warum viele Menschen das Gefühl hätten, Migration sei in Deutschland ein großes Problem. Entgegen gängiger Meinungen gäbe es in vielen Bereichen aber eine „wirklich gute“ Situation, betonte Nassehi.

 

Von theoretischen Diskussionen über den Islam hält der Soziologe nichts. Diese böten keinerlei Lösungsansätze. Wandel sei nur in der Praxis möglich. Seiner Ansicht nach müssen sich die gesellschaftlichen Verhältnisse dahingehend ändern, dass ein entspannter Umgang mit dem Islam möglich wird. Nassehi forderte dazu auf, sich wieder klarzumachen, dass Religion nicht das einzige identitätsstiftende Merkmal eines Menschen sei. „Gelungene Integration ist dann erreicht, wenn verschiedene Gruppen über ein Thema streiten können, das nichts mit ihrer jeweiligen Herkunft zu tun hat“, so der Professor. Im Hinblick auf den Islam sei man von diesem Zustand jedoch noch weit entfernt.

 

Einen massiven Stimmungsumschwung in Deutschland beklagte die deutsch-türkische Autorin Hatice Akyün. Die Vorurteile gegen Menschen mit ausländischen Wurzeln würden immer massiver und „immer abstruser“, sagte sie im Deutschlandfunk. Obwohl sie selber in Deutschland geboren sei und einen deutschen Pass habe, müsse sie sich tagtäglich mit Vorurteilen auseinandersetzen und sich rechtfertigen, „ob nun zum EU-Beitritt der Türkei, zum Islam“ oder zu anderen Themen.

 

Akyün forderte die Deutschen auf, selber zur Integration beizutragen und eine gewisse Vielfalt zu tolerieren. Es gebe Hunderte Türkischstämmige, die mittlerweile in das Land ihrer Eltern zurückkehrten, weil sie in Deutschland wegen ihres Namens oder Aussehens Probleme hätten, eine Wohnung oder eine Arbeit zu finden. Sie selber überlege ernsthaft, ob sie sich und ihren Kindern dieses Misstrauen und diese Feindseligkeit noch zumuten wolle.

 

(KNA - lklmkn-BD-1056.10AA-1)

 

 

 


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