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  Schröder kritisiert Deutschenfeindlichkeit junger Muslime

Bundesfamilienministerin Schröder

Bundesfamilienministerin Schröder
Foto: © dpa

 

KNA 3.11.2010

 

Berlin (KNA) Familienministerin Kristina Schröder (CDU) hat eine wachsende Deutschenfeindlichkeit muslimischer Jugendlicher kritisiert und Konsequenzen gefordert. Der „BILD“-Zeitung (Dienstag) sagte sie: „Solche Beschimpfungen sind bei Jugendlichen leider in bestimmten Gegenden alltäglich - auf Schulhöfen, aber auch in U-Bahnen.“ Die feindlichen Einstellungen richteten sich vor allem gegen Deutsche und Christen. „Dagegen müssen wir genauso entschieden vorgehen wie gegen Ausländerfeindlichkeit.“

 

Schröder betonte, sie rede „von einem leider nicht geringen Anteil muslimischer Jugendlicher“. Gründe für aggressives Verhalten seien mangelnde Bildung, falsche Freunde, aber auch Macho-Normen und Gewalterfahrungen in der Familie. „Wenn bestimmte Strömungen des Islam ein Überlegenheitsgefühl gegenüber Nichtmuslimen vermitteln, wenn Frauen nur dann als würdevoll gelten, wenn sie bestimmte Kleidungsvorschriften einhalten und wenn Homosexuelle dort als minderwertig behandelt werden, dann ist das Teil des Problems.“

 

Die CDU-Politikerin kündigte an, an 4.000 Kitas mit hohem Migrantenanteil zusätzliche Erzieherstellen zur Sprach- und Integrationsförderung zu schaffen. Zudem forderte sie harte Strafen bis hin zur Ausweisung für kriminelle, integrationsunwillige Jugendliche: „Ich bin grundsätzlich für deutliche Strafen,

die möglichst schnell erfolgen - unabhängig von der Nationalität des Täters. Das Instrument der Ausweisung ist dabei ja keine Strafe im Sinne des Strafgesetzbuches. Es ist ein ordnungsrechtliches Instrument, das bei bestimmten Jugendlichen leider die Ultima Ratio ist. Und das ist auch richtig so.“

(KNA - lkllkm-BD-0845.10EA-1)

 

 

 

 

 


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