US-Muslime verzichten wegen 9/11 auf Fest zum Fastenende

KNA 30.08.2011
Dschidda (KNA) Die am Dienstag beginnenden Feiern zum Ende des Ramadans stehen für Muslime in den USA im Schatten des 11. September. Statt des üblichen Fests planten viele muslimische Gemeinden Tage der Offenen Tür, um den Kontakt zu Mitbürgern zu pflegen, sagte ein Vertreter des „Islamic Circle of North America“ (ICNA) der saudischen Zeitung „Arab News“ (Sonntag).
Islamische Verbände in den Vereinigten Staaten riefen laut dem Blatt in einer landesweiten Kampagne dazu auf, das Gedenken an die Terroranschläge vor zehn Jahren mit Dialogveranstaltungen zu verbinden. Muslime in den USA erlebten derzeit eine Welle der Islamfeindlichkeit, so ICNA-Sprecher Naeem Baig. „Manche befürchten Gewalt gegen ihre Islamischen Zentren. Statt Angst zu haben, ermutigen wir sie, offen zu sein und die Leute in ihre Gemeindezentren einzuladen.“
Auch der 11. September selbst soll nach dem Willen verschiedener Islamverbände als nationaler Aktionstag begangen werden, um das Bild des Islams in der Öffentlichkeit zu verbessern, so die Zeitung. Bereits im Vorfeld schaltete ICNA eine USA-weite Plakatkampagne und richtete eine kostenlose Telefonnummer ein, um über die eigene Religion zu informieren.
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