Kauder fordert muslimisches Signal gegen Christenverfolgung

KNA 29.12.2011
Köln (KNA) Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) hat eine klare Reaktion der Muslime nach den Anschlägen auf Christen in Nigeria verlangt. Der Islam dürfe nicht schweigen, sondern müsse sich überall in der Welt als eine friedfertige Religion darstellen, sagte Kauder am Mittwoch im Deutschlandfunk. Der CDU-Politiker kündigte an, er werde im neuen Jahr nach Nigeria reisen, um sich selbst ein Bild der Lage zu verschaffen. Außerdem werde er sich dafür einsetzen, dass das Thema Christenverfolgung sowohl von der UNO-Vollversammlung als auch vom Europarat behandelt werde.
Genaue Beobachtung verdient für Kauder auch die Lage der Christen in Ländern, in denen islamische Kräfte nach dem Arabischen Frühling ein größeres Gewicht bekommen haben. Im politischen Dialog mit Ägypten etwa müsse der Zusammenhang zwischen Religionsfreiheit einerseits und der gewünschten wirtschaftlichen Zusammenarbeit andererseits deutlich gemacht werden.
(KNA - lllmms-bd-1316.12to-1)

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