Papst fordert volle Religionsfreiheit für Christen in Indonesien

KNA 08.10.2011
Vatikanstadt (KNA) Papst Benedikt XVI. hat für die Christen in Indonesien volle Religionsfreiheit angemahnt. Religionsfreiheit bedeute mehr, als religiöse Minderheiten vor Einschränkungen und Diskriminierungen zu beschützen, sagte er am Freitag vor den Bischöfen des südostasiatischen Inselstaates. Vielmehr gehöre dazu auch das Recht der Katholiken, ihren Glauben frei praktizieren, die Kirche aufbauen und zum Gemeinwohl beitragen zu können.
Der Papst forderte die Bischöfe auf, den interreligiösen Dialog in ihrem Land zu fördern und gemeinsam mit ihren Gläubigen beharrlich für Frieden und Nächstenliebe einzutreten. Der Einsatz für die Rechte von Minderheiten sei zugleich ein Beitrag für Toleranz und wechselseitige Harmonie im Land, sagte der Papst. Die Verfassung Indonesiens garantierte das fundamentale Menschenrecht auf freie Religionsausübung. Freilich könne diese Freiheit nie als gesichert vorausgesetzt werden, sondern müsse stets gerecht und geduldig durchgesetzt werden.
Zugleich würdigte Benedikt XVI. den Beitrag, den die Kirche des Inselstaates zum sozialen Aufbau ihres Landes leiste. Von den rund 230 Millionen Indonesiern sind etwa sieben Millionen Katholiken, die Bevölkerungsmehrheit bilden Muslime. Die Arbeit von Priestern und Ordensleuten nannte der Papst einen Ausdruck des kirchlichen Engagements für die Menschheit und besonders für die Armen. Daher sei auch eine gründliche Vorbereitung der Seminaristen und der angehenden Ordensleute notwendig.
(KNA - lllkkr-bd-1327.27ni-1)

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