Polenz fordert Besserstellung der Christen in der Türkei

KNA 20.09.2011
Düsseldorf (KNA) Anlässlich des mehrtägigen Deutschlandbesuchs des türkischen Staatspräsidenten Abdullah Gül hat der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Ruprecht Polenz (CDU), die verpflichtenden Deutschtests für Einwanderer verteidigt und die Türkei zu einem besseren Umgang mit der christlichen Minderheit im Land aufgefordert. „Die Regelungen im Einwanderungsrecht sind richtig. Ohne ausreichende Sprachkenntnisse ist ein Leben in Deutschland schwer. Die Deutschtests für nachziehende Ehegatten sind unverzichtbar“, sagte Polenz der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Montag).
Zugleich forderte der CDU-Politiker die Türkei zu einem besseren Umgang mit der christlichen Minderheit auf. „Christen wird das Praktizieren ihres Glaubens immer noch erschwert, die Rückgabe von durch den Staat konfisziertem Eigentum ist ein Thema, das nach den gesetzlichen Änderungen jetzt auch tatsächlich umgesetzt werden muss“, so Polenz. Der CDU-Politiker erneuerte seine Forderung nach einem EU-Beitritt der Türkei. „Wir müssen die Türkei auf ihrem Weg einer europäischen Weiterentwicklung ermuntern. Signale, die in dem stolzen Land als ,wir wollen euch nicht' gewertet werden könnten, sollten wir vermeiden.“ Es liege im deutschen Interesse, dass die Türkei in der Europäischen Union eine echte Perspektive habe.
(KNA - llktlt-bd-0909.51da-1)

Auf unserer Hauptseite finden Sie weitere Informationen zu den Themen interreligiöser Dialog und christlich islamischer Dialog.