Türkischer Präsident: Gastarbeiter werden zu wenig geschätzt

KNA 17.09.2011
Hamburg (KNA) Der türkische Staatspräsident Abdullah Gül glaubt, dass der Beitrag türkischer Einwanderer an der deutschen Wirtschaftsleistung heute zu gering geschätzt wird. „Sie haben Deutschland dabei geholfen, wieder auf die Füße zu kommen“, sagte Gül in einem gemeinsamen Interview der „Zeit“ und der türkischen Zeitung „Zaman“ (Donnerstag).
Wörtlich sagte der Präsident: „Die türkischen Gastarbeiter haben mit Schweiß auf der Stirn ihren Beitrag dazu geleistet, dass Deutschland eine der stärksten Wirtschaftsmächte der Welt geworden ist.“ Jetzt scheine dieser Beitrag vergessen. Zugleich mahnte Gül eine größere Bereitschaft der türkischstämmigen Deutschen an, Deutsch zu lernen. „Heute sollte es so sein, dass ein deutscher Staatsbürger türkischer Abstammung akzentfreies Deutsch spricht“, sagte der Präsident. Dies lerne man am besten im Kindergarten. „Und wenn Türken in Deutschland ihre Kinder nicht in den Kindergarten schicken, dann muss man herausfinden, warum das so ist“, so Gül. „Das bedeutet doch Integration: die Regeln des Landes befolgen, in dem man lebt. Diesem Land dienen.“
(KNA - llktlo-bd-1406.05aa-1)

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