Fürst: 11. September mahnt zur Wachsamkeit gegen Gewalt

KNA 12.09.2011
Stuttgart (KNA) Als Mahnung zur Wachsamkeit gegenüber allen Ansätzen von Gewalt und Terror hat der Rottenburg-Stuttgarter Bischof Gebhard Fürst das Gedenken zum zehnten Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 bezeichnet. Der 11. September gehöre zu den historischen Augenblicken, nach denen die Welt nicht mehr so sei wie davor, erklärte Fürst am Freitag in Rottenburg.
Weder Kriegsstrategien noch perfektionierte Sicherheitsvorkehrungen lösten die Sinnkrise auf. Krieg schaffe nur neues Leid, und die Schmälerung bürgerlicher Freiheitsrechte spiele denen in die Hände, die zum Angriff auf die Gesellschaften geblasen hätten, deren Grundlage Menschenrechte und Freiheit seien. Fürst wandte sich dagegen, Unmenschlichkeit mit religiösen Motiven begründen
zu wollen. Kein religiöses Motiv könne eine Begründung dafür geben, Unschuldige zu töten. Zugleich nannte es Fürst falsch, Menschen wegen ihres religiösen Bekenntnisses von vorne herein mit Argwohn zu begegnen.
(KNA - llktkt-bd-1309.43ni-1)

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