Glück: Dialog der Religionen und Kulturen intensivieren

KNA 06.09.2011
München (KNA) Dem Dialog der Religionen muss nach den Worten des CSU-Politikers Alois Glück angesichts wachsender Kultur- und Wertekonflikte weit mehr Gewicht als bisher gegeben werden. Die tiefere Analyse der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrisen habe gezeigt, dass diese Entwicklungen
letztlich von den jeweiligen Wertvorstellungen geprägt gewesen seien, sagte der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) am Montag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).
Es stimme wohl die Aussage des Theologen Hans Küng, dass es ohne Frieden zwischen den Religionen keinen zwischen den Völkern geben könne. Gerade die katholische Kirche habe ihre Möglichkeiten in diesem Bereich „noch lange nicht ausgeschöpft“, ist der ZdK-Präsident überzeugt. Keine Organisation dieser Welt verfüge über eine so umfassende weltweite Erfahrung mit Kulturen und Traditionen. Eine Grenze sei im Dialog aber dann erreicht, wenn die eigenen Werte verleugnet werden müssten. Für das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Prägung sei deshalb die Zusicherung der freien Religionsausübung und die Trennung von Religion und Staat wichtig, betonte Glück.
Glück äußerte sich anlässlich des am 11. September in München beginnenden internationalen Friedenstreffens der kirchlichen Gemeinschaft Sant'Egidio. Dazu werden Vertreter aus Religionen, Politik und Wirtschaft erwartet.
(KNA - llktkp-bd-1040.26ki-1)

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