interreligiöser Dialogchristlich-islamischer DialogKirche IslamChristentum Islam
CIBEDO
Über uns
Aktuelle Nachrichten
Nachrichtenarchiv
Archiv 2012
Archiv 2011
Archiv 2010
Archiv 2009
Archiv 2008
Papst fordert sofortiges Ende der Kriegshandlungen in Gaza
Marsch gegen den Krieg
Juden, Christen und Muslime rufen zu Frieden in Nahost auf
Imame und Rabbiner starten gemeinsamen Hilfskonvoi für Gaza
Christen und Muslime: Gemeinsam im Krisenmanagement engagieren
Kölner Erzbischof Meisner kritisiert türkische Regierung
Moscheebau in Deutschland. Eine Orientierungshilfe der deutschen Bischöfe
Botschafter Hans Henning Horstmann über das Bemühen um  interreligiösen Dialog von Papst Benedikt XVI.
Vatikan spricht sich für ein Recht auf Moscheen und Kirchen aus
Internationales Friedenstreffen der Gemeinschaft Sant'Egidio
Profesör Christian W. Troll’ün yeni kitabı:Açıklayabilmek için ayırdetmek Hristiyan-Müslüman diyaloğunda yerini ve yönünü belirlemek
„Recht auf Moscheen und Kirchen“
Papst vor Moslems, „Vorurteile überwinden"
Bischöfe erfreut über Moscheebau in Duisburg
Christen und Muslime warnen vor ausgrenzender Säkularisierung
Islamexperte: Mehr Toleranz zwischen Christen und Muslimen
Christen und Muslime wollen in Europa enger zusammenarbeiten
Papst: Dialog über Bibel und Koran soll neue Impulse bringen
Bischöfe betonen Recht zum Moscheebau und mahnen Maßhalten an
Gemeinsames Gebet: Interreligiöser Dialog braucht eine Unterscheidung der Geister
Grußbotschaft des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch (Freiburg), zum Fastenbrechen 2008
Botschaft des Vatikans zum Ende des Ramadan
Jüsten: Religionsfreiheit in Türkei angemahnt
Prinz El Hassan bin Talal
Syrischer Großmufti lädt Papst nach Damaskus ein
Interreligiöser Dialog im Europäischen Parlament
Interreligiöser Dialog beim WJT 2008 in Sydney
Paulusjahr im Internet
Interkulturelle Woche 2008
Papst: Interreligiösen Dialog vertiefen
Padovese: Kirche in Tarsus
Prof. Troll zieht Zwischenbilanz
Treffen Vatikan und schiitische Muslime aus Iran
Islamische Vereinigungen als Partner in Baden-Württemberg
Vatikan: EU-Jahr interkultureller Dialog
Lögering weist Heumann zurück
Tauran gegen Scharia in Europa
Zollitsch für Islamunterricht
Taufe Magdi Allam
Katholisch-Islamisches Forum
Niederlande: Christen und Muslime
3. Deutsche Islamkonferenz
Katholisch-Islamisches Forum
Vatikan: Treffen Muslime
Paulinus: Integration
Mohammed-Karikaturen verurteilt
Tauran: Fortschritte im Dialog
Tauran: Ergebnisse al-Azhar
Tauran: al-Azhar
Festakt Troll
Christen im Nahen Osten
Stiftungsgesetz Türkei
Hünseler: Religionsfreiheit Türkei
Lehmann: Paulus Jahr
Lehmann: Gebet
Zollitsch Türkei
Pöttering Religionsfreiheit
Robert Zollitsch
Tauran: Dialog Islam
Umgang mit muslimischen Schülern
Jaschke: Keine Abgrenzung zum Islam
Kard. Schönborn: Religionsfrieden in Österreich
Louis Sako: Muslime integrieren
Festschrift Troll
Paul Hinder: Lage arabischer Christen
Luigi Padovese: Paulus Jahr
Tebartz-van Elst: Interreligiöser Dialog
Steckling OMI
Tebartz-van Elst für Moscheebau
Vatikan: Dialogjahr 2008
Archiv 2007
Archiv 2006
Archiv 2005
Bibliothek
Eigene Publikationen
Buchempfehlungen
Themenschwerpunkte
Pastorale Fragen
Tagungen
Links
FAQ
Intern






  Marsch gegen den Krieg

Kinder und Bischöfe beten in Bethlehem für Frieden in Gaza

 

Von Gabi Fröhlich (KNA)

 

Bethlehem (KNA) Bunte Fahnen und Luftballons flattern vor grauen Wolken. Die Stimmung beim fünften „Friedensmarsch der Kinder“ in Bethlehem ist gedrückt: Keine 80 Kilometer ist der Gaza-Streifen entfernt, und ein Ende der Kämpfe dort ist nicht in Sicht. Die Pfadfinder-Bands, die den Zug zur Geburtsbasilika normalerweise mit munterer Dudelsackmusik begleiten, pfeifen heute nur monoton im Marschrhythmus. „Sogar der Himmel weint“, sagt eine Begleiterin, als die ersten Tropfen fallen. Mehrere hundert christliche Kinder von Schul- und Pfarrgruppen aus dem ganzen Westjordanland sind für den Friedensmarsch nach Bethlehem gekommen. Ihnen voran zieht der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Fouad Twal, unter einem Regenschirm mit Bürgermeister Viktor Batarseh. Das Gesicht des Kirchenfürsten wirkt müde - das Geschehen in Gaza lastet auf allen Teilnehmern hier. Heute hat sich die Zahl der Toten in dem Kriegsgebiet auf mindestens 850 seit Beginn der israelischen Offensive erhöht, die Zahl der Verletzten auf 3.500.

 

Neben dem Patriarchen gehen neun Bischöfe aus Europa und Amerika, darunter der Erzbischof von München und Freising, Reinhard Marx. Sie sind am Wochenende zu ihrem alljährlichen Solidaritätsbesuch mit den Christen im Heiligen Land in Bethlehem eingetroffen. „Gerade jetzt ist es wichtig, dass wir uns als Bischöfe hier sehen lassen“, sagt Marx. „Wir haben zwar keine politischen Lösungen parat, aber wir wollen unsere Verbundenheit mit den Christen hier zeigen und sie durch unsere Anwesenheit unterstützen.“

 

Der Marsch ist nicht nur verhaltener als in den vergangenen Jahren, sondern auch kleiner: „Viele Gruppen sind aus Angst vor Zwischenfällen zuhause geblieben“, berichtet George Ghattas von der Christlich-Ökumenischen Heilig-Land-Stiftung (HCEF), die den Friedensmarsch seit 2003 organisiert. Vor allem die Kinder aus Israel fehlen dieses Jahr. Dafür geht hinten mit einer Gruppe aus Ostjerusalem Schwester Nabila vom Orden der Rosenkranzschwestern.

 

Die Ägypterin durfte vor zwei Tagen mit einigen anderen ausländischen Ordensleuten den Gazastreifen verlassen. Mit Tränen in den Augen berichtet sie von dem „unendlichen Leid“ im Kriegsgebiet; von der alles beherrschenden Angst, von Hunger und Kälte, den vielen Opfern: „Wir wissen nicht, wie es den Kindern unserer Schule geht; die Telefone funktionieren größtenteils nicht mehr.“ Für diese Kinder wolle sie in die Welt schreien, dass der mörderische Kreislauf aufhören müsse.

 

Als der Zug vor der Geburtsbasilika zum Stehen kommt, lassen die Teilnehmer ihre gelben und weißen Luftballons in den grauen Himmel fliegen. Auf jedem steht in arabischen Schriftzeichen der Name eines in Gaza getöteten Kindes, dazu ein Bibelvers. Auf manche ist ein Kreuz gemalt. Während die gelbweiße Wolke über die Dächer davon schwebt, drängt der Zug durch die schmale Pforte der Kirche.

 

In der Grotte der Geburt Jesu unterhalb der Basilika versammeln sich die Bischöfe mit einigen Kindern, die Gebete vortragen - für die Menschen in Gaza natürlich, und für den Frieden. Über den Schwarm der begleitenden Fernsehkameras richtet der Patriarch am Ende noch einen erneuten Friedensappell an die Konfliktparteien: „Stoppt, stoppt die sinnlose Gewalt!“ ruft er; „militärische Lösungen sind keine Lösung, sondern rufen wieder nur neue Gewalt hervor.“ Zu viele unschuldige Opfer fordere dieser Krieg; nur ein echter Frieden auf der Grundlage von Freiheit und Gerechtigkeit für alle könne die ersehnte Sicherheit bringen.

 

Erzbischof Patrick Kelly von Liverpool spricht als Leiter der europäisch-amerikanischen Bischofsgruppe vom Gefühl der Ohnmacht angesichts des Übermaßes an Leid. Die geplanten politischen Gespräche der Kirchenvertreter sind wegen der aktuellen Krise abgesagt worden. Was ihnen bleibe, so Kelly, sei das Wissen darum, dass auch Gott selbst in dem Kind Jesus gerade hier machtlos auf die Welt gekommen sei - um ihr Schicksal zu wenden.


Auf unserer Hauptseite finden Sie weitere Informationen zu den Themen interreligiöser Dialog und christlich islamischer Dialog.

 
Services im Überblick:


CIBEDO-Banner

Verlinken Sie Ihre Homepage mit cibedo.de.


Christlich-islamische Bibliothek

Durchsuchen Sie online unseren Bibliothekskatalog

CIBEDO-Beiträge ist die vierteljährliche Printveröffentlichung der CIBEDO

CIBEDO-Beiträge ist die vierteljährliche Printveröffentlichung der CIBEDO



Muslime fragen - Christen antworten

Unser Tipp: Muslime fragen - Christen antworten (Seite von C.W. Troll SJ)



CIBEDO Info-Flyer

Der CIBEDO Info-Flyer zum download (PDF)


 
CIBEDO - Arbeitsstelle der Deutschen Bischofskonferenz  ::  interreligiöser Dialog :: christlich islamischer Dialog ::  Balduinstr. 62  ::  60599 Frankfurt am Main :: Tel.: 069 / 726491  ::  Fax: 069 / 723052