Muslime in Deutschland: Teil I: Von der Wahrnehmung zur Begegnung

Glauben und Handeln – was verbindet, was unterscheidet Muslime und Christen? Das Grundprofil des christlichen Glaubensbekenntnisses:
Gott der Dreieine
(197) Die Begegnung mit Jesus dem Gekreuzigten, der den Jüngern in der österlichen Erfahrung in neuer Weise nahe ist, ist Ausgangspunkt auch des trinitarischen Gottesverständnisses. Durch den Glauben an den dreieinen Gott wird der Glaube an die Einheit und Einzigkeit Gottes nicht aufgehoben oder abgeschwächt. Jesus selbst bekennt Gott als den Einen (vgl. Mk 10,18; 12,28; Joh 17,3), und die Christen haben in ihrem Glaubensbekenntnis stets an der Einheit Gottes festgehalten (vgl. schon Gal 2,19; Röm 3,30; Jak 2,19). Seit den frühesten Anfängen der Kirche haben viele Christen Gottes Einheit und Einzigkeit mit ihrem Blute bezeugt. Sie werden als Martyrer verehrt. Aber dieser eine Gott hat in Jesus sich selbst als Liebe offenbart und mitgeteilt. In der Beziehung zwischen Jesus, dem Sohn, und seinem Vater und in der geistgewirkten Hingabe Jesu an die Anderen ist Gott selbst anwesend und schenkt sich selbst. In diesem dreifachen Beziehungsgeschehen erweist sich, dass der eine Gott in sich selbst beziehungsreiche Liebe ist. Wir durchschauen dieses innere Geheimnis Gottes nicht, wir dürfen es in Ehrfurcht anerkennen und haben uns an das zu halten, was uns in Jesu Sohnesverhältnis zum Vater und in seiner geistgewirkten Hingabe an die anderen gezeigt wird. Dies entspricht Gott selbst, und darin wird offenbar, dass die Einheit Gottes die Einheit sich hingebender Liebe ist.
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Entnommen aus der Arbeitshilfe des Sekretariats der Deutschen Bischofskonferenz "Christen und Muslime in Deutschland" vom 23. September 2003.
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