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  Muslime in Deutschland: Teil I: Von der Wahrnehmung zur Begegnung

Islam als Glaube und Lebensordnung

 

(97) Der Islam ist nach dem Christentum entstanden und versteht sich wie dieses als eine universale Religion mit einem Wahrheitsanspruch, der sich potentiell an jeden Menschen richtet. Heute sind beide Religionen auch tatsächlich Weltreligionen geworden.

 

(98) Zwar stellt der Koran Muhammad als den letzten in der langen Reihe – vornehmlich biblischer – Propheten dar, die alle al-ilam die bedingungslose Hingabe an Gott, predigten. Dennoch wendet sich Muhammad in seiner Verkündigung, wie sie der Koran überliefert, auch gegen Judentum und Christentum. In der Sicht des Koran haben beide, Juden und Christen, die auf ihre Gründer Moses und Jesus von Gott (arab.: Allah[1]) selbst herab gesandten Heiligen Schriften verfälscht, was den Text oder aber zumindest, was dessen authentische Bedeutung angeht. Es gibt somit zwischen Islam und Christentum sowohl Gemeinsamkeiten als auch Gegensätzliches. Dabei ist es entscheidend wichtig, die jeweiligen Kernaussagen der beiden Religionen zu benennen. Nur von diesen her können die weiteren Aussagen in ihrer spezifischen Eigenart – und damit auch ihrer Verwandtschaft und Differenz – und Bedeutung ermessen werden.[2]

 

 

[1]Allah ist das arabische Wort für Gott und wird in Arabisch und etwa auch Türkisch sowohl von Muslimen wie auch von Christen verwandt.

[2]Im Folgenden wird der Islam in seinem normativen Selbstverständnis, wie er von vielen gläubigen Muslimen in Deutschland verstanden und propagiert wird, dargestellt. Dabei wird vor allem das von Muhammad Ibn Ahmad Ibn Rassoul unter Mitarbeit von Iman Anke Müller verfasste Büchlein: Was ist Islam?, 15. verbesserte Auflage (Köln: IB Verlag Islamische Bibliothek, 1999) (=WI) zugrunde gelegt, das in vielen Moscheen und islamischen Buchhandlungen in Deutschland angeboten wird. Gleichfalls herangezogen wird der schon erwähnte Ilmihal von Hasan Arikan.

 

 

Zu den Unterabschnitten:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Entnommen aus der Arbeitshilfe des Sekretariats der Deutschen Bischofskonferenz "Christen und Muslime in Deutschland" vom 23. September 2003. 

 

 

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