Das katholische Eheverständnis

Wesenseigenschaften der katholischen Ehe
Die katholische Kirche betrachtet die Ehe als eine personale Lebensgemeinschaft, die jede gleichartige Beziehung – auch etwa nur unpersönlicher sexueller Art – zu einem Außenstehenden ausschließt. Nicht nur auf der Entscheidung der Eheleute füreinander gründet sie, sondern auch auf der Verbindung miteinander durch Gott. Deshalb hat nach katholischer Anschauung jede sakramentale Ehe die Eigenschaften der
- Einheit und Unauflöslichkeit.
Einheit bedeutet Einpaarigkeit, nämlich die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau. Alle Formen einer gleichzeitigen oder zu Lebzeiten des Gatten auf die Ehe mit ihm folgenden weiteren Ehe sind ausgeschlossen. Somit ist die Ehe eines Mannes mit mehreren Frauen (Polygynie) oder einer Frau mit mehreren Männern (Polyandrie) nicht möglich.
Unauflöslichkeit bedeutet: Es gibt grundsätzlich keine Möglichkeit für einen oder beide Partner, nach einer einmal gültig geschlossenen und vollzogenen Ehe für eine neue Ehe mit einem anderen Partner frei zu werden durch Auflösung der bestehenden Ehe.Weder ist die innere Auflösbarkeit (durch die Partner selbst) möglich, noch die äußere Auflösbarkeit (durch eine außerhalb der Ehe stehende Autorität). Erst der Tod löst das Eheband.
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Wir bedanken uns für die freundliche Genehmigung beim Erzbischöflichen Generalvikariat Köln, Hauptabteilung Seelsorge als Herausgeber der Schrift "Katholisch-islamische Ehen. Eine Handreichung. 3. überarb. Aufl. 2006."
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