interreligiöser Dialogchristlich-islamischer DialogKirche IslamChristentum Islam
CIBEDO
Über uns
Aktuelle Nachrichten
Nachrichtenarchiv
Archiv 2012
Archiv 2011
Archiv 2010
Archiv 2009
Erzbischof Zollitsch fordert Türkei zur Achtung christlicher Minderheiten auf
Licht in Frankfurt Sachsenhausen
Schweizer Minarett-Abstimmung
Hessischer Kulturpreis wird verliehen
Was es alles gibt: Feminismus im Islam
Papst und Kuwaits Regierungschef erörtern Lage in Nahost
"Wer das Recht auf Religionsfreiheit ablehnt, kann kein wirklicher Partner im interreligiösen Dialog sein"
Führende Religionsvertreter fordern mehr Ehrlichkeit im Dialog
Grundstein für Kölner Moschee gelegt
Päpstliche Universität Gregoriana stellt einen islamischen Professor ein
Verbot von Kreuzen in italienischen Schulen - Reaktionen
Straßburg urteilt gegen Kreuze in Schulen - Kritik aus Italien
Deutsche Bischofskonferenz kritisiert Straßburger Kruzifix-Urteil
Vatikan: Papstsprecher, „Ein erstaunliches Urteil“
Vatikan: Bertone, „Es bleibt nur das Kürbisfest übrig“
Vatikan: Kasper fordert Christen zum „Aufwachen“ auf
Damals: Kardinal Ratzinger zum (dt.) Kruzifixurteil
Europa: „Gegensatz zwischen Kreuz und Religionsfreiheit...?“
Österreich: Schönborn, Kreuz-Urteil „inakzeptabel“
Deutschland: Urteil hat keine Auswirkungen auf deutsche Schulen
Nahost: Bischöfe aus dem Orient geschockt über Kreuz-Urteil
Italien hält das Kreuz hoch
Wenig Ärger mit dem Kreuz
Kommentar von Pater Gemmingen zum Kreuz-Urteil
Jurist: Kruzifix-Urteil hat Folgen für deutsche Rechtsprechung
Schweiz: Anti-Minarett-Initiative weiter in der Kritik
Italien: Streit um islamischen Religionsunterricht
Vatikan: Botschaft zum Ende des Ramadan
Bundesweit einmalige interreligiöse Schule geplant
Zollitsch wirbt in Nigeria um Vertrauen zwischen den Religionen
„Die Zukunft von Christen und Muslimen gemeinsam gestalten“
Christliche Schülerinnen im Gazastreifen müssen Kopftuch tragen
Vatikan: „Interreligiöser Dialog bereichert“
Interreligiöser Dialog braucht mehr persönliche Begegnung
Kasachstan: Kongress der Weltreligionen ruft zu Respekt und Toleranz auf
4. Deutsche Islamkonferenz
Türkei nennt Bedingungen für Wiedereröffnung von Priesterseminar
Islamexperte Rohe: Dialog mit Muslimen kommt erst in Gang
Islamwissenschaftler: Bibel und Koran besser verstehen lernen
Tarsus: Viele Pilger - aber „keine Verbesserungen“
Ruf nach größerer Akzeptanz des Islam
Studie: Mehr Muslime in Deutschland als bisher angenommen
Langendörfer bejaht Gleichstellung von Kirchen und Muslimen
Weniger Äpfel und Birnen - Experte zum Streit um staatliche Gleichstellung von Christen und Muslimen
Steyler: Mission in islamischen Ländern ist möglich
Erzbischof Tutu ruft Religionen zu gegenseitiger Toleranz auf
Erhält Kermani doch Hessischen Kulturpreis?
Imam-Schule in Berlin
Muslime: Fürst: „Islamisches Wort“ ist wichtiger Beitrag zur Integration
Muslime: Pläne für Religionsunterricht sind nicht gescheitert
Islamwissenschaftler Nagel gegen Zweifel an Mohammeds Existenz
Prozess um türkisches Kloster Mor Gabriel
Hessischer Kunstpreis - Nach muslimischer Lehre ist Jesus Christus nicht am Kreuz gestorben.
Papst Benedikt XVI. im Heiligen Land
Kardinal: Recht auf Religionsfreiheit mit Muslimen klären
Tauran fordert konkretes Engagement für die Religionsfreiheit
Nahost: Universität für Christen, Juden und Muslime
Vatikan und Arabische Liga vereinbaren engere Zusammenarbeit
Papst an Moslems: „Glaube und Vernunft stützen sich gegenseitig”
Der Jesuit Felix Körner zum christlich-muslimischen Dialog
Bischöfe bestätigen auf der Frühjahrsvollversammlung die Position zum Islam und grenzen sich gegen die Piusbrüderschaft ab
Christen und Muslime sollen sich stärker für ein gleichberechtigtes Zusammenleben ihrer Religionen engagieren
Tagung zum interreligiösen Dialog im Vatikan
30 Jahre Cibedo: Reaktionen in Wort und Bild
Archiv 2008
Archiv 2007
Archiv 2006
Archiv 2005
Bibliothek
Eigene Publikationen
Buchempfehlungen
Themenschwerpunkte
Pastorale Fragen
Tagungen
Links
FAQ
Intern






  Vatikan: Papstsprecher, „Ein erstaunliches Urteil“

Das Kreuzzeichen in den Klassenzimmern staatlicher Schulen ist nicht mit der Europäischen Menschenrechtskonvention vereinbar – so entschied am Dienstag der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg. Die Richter gaben damit einer aus Finnland stammenden Italienerin einstimmig Recht. Sie hatte darauf geklagt, in Italien ihre Kinder in Räumen ohne religiöse Symbole unterrichten zu lassen. Das Kruzifix im Klassenzimmer verletze die Religionsfreiheit der Schüler, so das Urteil. Es bezieht sich auf Italien, hat aber Tragweite für den ganzen Kontinent. Entsprechend irritiert reagieren die Kirchen quer durch Europa. Auch im Vatikan wurde der Schiedsspruch mit Erstaunen und Bedauern aufgenommen. P. Federico Lombardi, Pressesprecher des Heiligen Stuhles:

 

„Es ist schwerwiegend, ein fundamentales Zeichen der religiösen Werte in der Geschichte und der Kultur Italiens aus Bildung und Erziehung ausschließen zu wollen. Die Religion leistet einen wertvollen Beitrag für die Bildung und das moralische Wachsen der Menschen, und sie ist ein wesentlicher Teil unserer Gesellschaft. Es ist falsch und kurzatmig, das alles aus unserer Bildungswelt ausschließen zu wollen.“

 

Es sei erstaunlich, dass ein europäischer Gerichtshof schwerwiegend in eine Angelegenheit eingreift, die mit der historischen, kulturellen und geistlichen Identität Italiens zutiefst verbunden sei, so Lombardi.

 

„Das ist nicht der Weg, auf dem das Wohlwollen und die Teilhabe an der europäischen Idee vermehrt wird, die wir als italienische Katholiken von Beginn an sehr unterstützt haben. Es scheint, als ob man die Rolle des Christentums in der Entstehung der europäischen Identität verkenne wollte, wo sie doch in Wirklichkeit wesentlich war und bleibt. Das Kreuz war immer ein Zeichen der Hingabe der Liebe Gottes, seiner Verbundenheit und der Annahme der gesamten Menschheit. Es ist enttäuschend, dass es nun als Zeichen der Trennung, des Ausschlusses und der Begrenzung von Freiheit gesehen wird. Das ist das Kreuz nicht - und das ist es auch nicht in der Wahrnehmung der Menschen.“

 

Auch die italienische Bischofskonferenz äußerte in einer Stellungnahme „Bitterkeit und Verblüffung“. Selbst unter Politikern in Italien stieß die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte mehrheitlich auf Kritik. Die Regierung in Rom kündigte bereits Beschwerde gegen die Entscheidung an. (rv)

 

Zurück zur Seite: Verbot von Kreuzen in italienischen Schulen - Reaktionen


Auf unserer Hauptseite finden Sie weitere Informationen zu den Themen interreligiöser Dialog und christlich islamischer Dialog.

 
Services im Überblick:


CIBEDO-Banner

Verlinken Sie Ihre Homepage mit cibedo.de.


Christlich-islamische Bibliothek

Durchsuchen Sie online unseren Bibliothekskatalog

CIBEDO-Beiträge ist die vierteljährliche Printveröffentlichung der CIBEDO

CIBEDO-Beiträge ist die vierteljährliche Printveröffentlichung der CIBEDO



Muslime fragen - Christen antworten

Unser Tipp: Muslime fragen - Christen antworten (Seite von C.W. Troll SJ)



CIBEDO Info-Flyer

Der CIBEDO Info-Flyer zum download (PDF)


 
CIBEDO - Arbeitsstelle der Deutschen Bischofskonferenz  ::  interreligiöser Dialog :: christlich islamischer Dialog ::  Balduinstr. 62  ::  60599 Frankfurt am Main :: Tel.: 069 / 726491  ::  Fax: 069 / 723052