Kirchen veröffentlichen Gemeinsames Wort und Materialien zur Interkulturellen Woche / Woche der ausländischen Mitbürger 2008

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 Interkulturelle Woche 2008
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In ihrem Gemeinsamen Wort betonen sie, dass Gott „jeden Menschen als sein Ebenbild geschaffen und mit gleicher Würde ausgestattet hat“. Alle sind deshalb „zum Mitwirken und zur Teilhabe an seiner guten Schöpfung berufen.“ Es gelte, „gesellschaftliche und politische Voraussetzungen zu schaffen, damit das Recht der Menschen auf ein menschenwürdiges Dasein und eine gerechte Teilhabe … möglichst umfassend zum Tragen kommt“.
Ausdrücklich verweisen die Repräsentanten der Kirchen darauf, dass die Bundesregierung und viele Länderregierungen mit dem Nationalen Integrationsplan, mit der Einrichtung der Islamkonferenz und mit anderen Maßnahmen „anerkennenswerte Integrationsanstrengungen unternommen (haben), die sich vor allem an die bereits hier lebenden Migrantinnen und Migranten richten“.
Kritisch äußern sie sich allerdings zu manchen im letzten Jahr getroffenen gesetzlichen Regelungen. Die Bleiberechtsregelung müsse „möglichst großzügig umgesetzt werden“, denn bisher sei „erst eine vergleichsweise geringe Zahl der potentiell Begünstigten erreicht worden“. Die Neuregelung des Ehegattennachzugs habe „nicht wie beabsichtigt Zwangsehen verhindert“. Es bestehe vielmehr die Gefahr, dass „das Recht auf Familieneinheit in menschlich schwer erträglicher Weise eingeschränkt“ werde.
Im Blick auf den europäischen Kontext nehmen die Vertreter der Kirchen die Entwicklung des Flüchtlingsschutzes mit Sorge zur Kenntnis. Es erscheine so, „als ob sich Europa seiner Verantwortung für Flüchtlinge in erheblichem Umfang entziehe und diese umso stärker den Staaten in armen Teilen der Welt aufbürde“. Sie kritisieren auch die Abschottung Europas gegenüber der wachsenden Zahl derer, „die einen Weg des Überlebens ohne Papiere in Europa suchen“. Diese Menschen seien „in ihrer Würde besonders bedroht“.
In der Interkulturellen Woche 2008 werden – so die Einschätzung des bundesweiten Ökumenischen Vorbereitungsausschusses (ÖVA) – an rund 270 Orten Veranstaltungen durchgeführt werden. Die Interkulturelle Woche 2008 reiht sich ein in das Europäische Jahr des interkulturellen Dialogs. Die bundesweite Eröffnung findet am Freitag, den 26. September, in Schwerin, der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns, statt. Im Anschluss an einen Ökumenischen Gottesdienst um 17 Uhr in der Schelfkirche St. Nikolai laden die Präsidentin des Landtages von Mecklenburg-Vorpommern, die Stadt Schwerin und der Ökumenische Vorbereitungsausschuss (ÖVA) zu einem Empfang ein.
(dbk, 30.05.2008)

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