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Podiumsdiskussion: "Haus des Krieges" - Zur Interpretation von Gewaltgeschichte, 06.02.2007



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Kreuzzüge stehen exemplarisch für einst christlich legitimierte Gewaltaten. Anfragen an die Gewaltgeschichte "des Islam" rufen derzeit ein Interesse für längst vergangene historische Begebenheiten wach. Die islamistischen Bewegungen legitimieren ihre terroristischen Aktionen im Namen des Dschihad. Damit rufen sie bei vielen menschen Verunsicherung darüber hervor, ob die religiösen Anleihen pure Entgleisung sind oder ob sie nicht vielmehr doch an Legitimationsmuster und Kontinuitäten anknüpfen, die die religiöse Tradition ungebrochen bereithält. Welcher Art sind die Triebkräfte, die eine Anwendung von Gewalt außerhalb des "Hauses des Islam" scheinbar erlauben?

Die Gewaltgeschichte der Religionen, die schlagwortartig mit den Begriffen "Kreuzzug" und "Dschihad" verbunden ist, verdient heute neue Beachtung. Wie aber kann die Verquickung religiöser Ideen mit der Realgeschichte so rekonstruiert werden, dass nicht Ideologie, sondern Erkenntnis dabei herausspringt? Was heißt es, der Geschichte gerecht werden zu wollen?


Ort: Katholische Akademie in Berlin, Hannoversche Straße 5, 10115 Berlin

 

Zeit: Dienstag, 06.02.2007, 19:00 Uhr


Auf dem Podium

Professor em. Dr. Dr. h.c. Arnold Angenendt,

Professor für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte,

Universität Münster

 

Professor em. Dr. Werner Ende,

Islamwissenschaftler, Universität Freiburg i.B.

 

Professor Dr. Egon Flaig*

Altertumswissenschaftler, Universität Greifswald

 

Moderation:

Dr. Peter Hünseler, CIBEDO-Leiter


* Von Egon Flaig sind kürzlich folgende Zeitungsartikel erschienen:

 

- Der Islam will die Welteroberung

Die Kriegsregeln sind flexibel, das Kriegsziel bleibt: Mohammeds kämpferische Religion, FAZ vom 16.09.2006

 

- Es kann keine islamischen Menschenrechte geben

Menschenrecht sind universal. Sie lassen sich durch nichts einschränken. Deswegen kann es keine spezielle islamische Interpretation geben. Denn diese Religion ordnet alles der Scharia, der Rechtslehre des Islam, unter und setzt somit die Universalität der Menschenrechte außer Kraft. FR vom 30.10.2006

 

Die Zeitunsgartikel und ihre hervorgerufenen Reaktionen sind in der CIBEDO-Dokumentation in Frankfurt am Main zu unseren Öffnungszeiten frei einsehbar.


 
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