Leitlinien für das Gebet bei Treffen von Christen, Juden und Muslimen

IV. Hinweise für die Durchführung von religiösen Begegnungen von Christen, Juden und Muslimen
3. Vorbereitung
Für Versammlungen im Gebet ist eine gute Vorbereitung außerordentlich wichtig. Dazu gehört, dass die Vertreter der Religionen, die sich an dieser Versammlung beteiligen, sich vorher treffen, um sich kennen zu lernen und persönliche Kontakte aufzunehmen. Wenn Vertreter von Religionen oder Gruppen aus Religionen teilnehmen, zwischen denen Spannungen bestehen, muss vor der Planung der Begegnung geklärt werden, ob die erforderliche Toleranz vorhanden ist, um später Streit zu vermeiden.
Für die Auswahl der Zeit und der Örtlichkeit, aber auch für den Ablauf und die Gestaltung sind Absprachen erforderlich, um Empfindlichkeiten zu berücksichtigen und Missverständnisse zu vermeiden. Zu jedem geplanten Element der Begegnung ist die Zustimmung der Beteiligten einzuholen.
Empfehlenswert vor Gebetstreffen von Christen und Nichtchristen sind Vorgespräche mit den Gestaltern. Sie können Einblicke in die Lebensweisen der Religionen geben und Themen anschneiden, die für die religiöse Feier hilfreich sind. Dazu gehören das Verständnis des Dialogs, des Gebets und des Friedens in den verschiedenen religiösen Traditionen.
Zur Einstimmung auf diese Art von Begegnung ist es hilfreich, wenn Christen, Juden und Muslime wechselseitig an ihren jeweiligen Gottesdiensten als Gäste teilnehmen, um so die authentische Tradition der anderen Religion kennen zu lernen. Dabei müssen bestimmte Verhaltensweisen und Einschränkungen, z. B. keine Zulassung von Nichtkatholiken zur eucharistischen Kommunion, die Trennung der Geschlechter bei den Muslimen und eventuell den Juden sowie die Kopfbedeckung der Männer bei den Juden, beachtet werden. Für christliche Einladungen an Juden und Muslime eignet sich besonders die Tagzeitenliturgie.
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Entnommen aus der Arbeitshilfe Nr.170 (2. Aufl.) des Sekretariats der Deutschen Bischofskonferenz "Leitlinien für das Gebet bei Treffen von Christen, Juden und Muslimen" vom 24. Juni 2008.
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