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Interreligiöses Gebet
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  Leitlinien für das Gebet bei Treffen von Christen, Juden und Muslimen

Teil V: Schlusswort

 

Christen sind dankbar dafür, dass Jesus Christus ihnen die Gottesbeziehung auf eine Weise vermittelt hat, die es ihnen möglich macht, anderen Religionen mit positivem Interesse zu begegnen, deren Identität zu respektieren und anzustreben, miteinander in Frieden zu leben. Beim internationalen Gebetstreffen in Mailand vom 19.–22. September 1993 hat Papst Johannes Paul II. dies verdeutlicht: „Religionen erinnern die Frauen und Männer dieser Welt daran, dass es eine gemeinsame Bestimmung gibt: die eine Familie Gottes zu bilden.“(40)

 

Christen vertrauen auf den Einfluss des Heiligen Geistes, der die Kirche leitet. So begegnen sie den Angehörigen anderer Religionen „in voller Achtung vor der Freiheit, im Dialog, in Zeugnis und Mitteilung der Werte des Evangeliums. Auf diese Weise schreiten die Dialogpartner in ihrer Antwort auf den göttlichen Anruf, dessen sie sich bewusst sind, voran. Alle, Christen und die Anhänger anderer religiöser Traditionen, sind von Gott selbst dazu eingeladen, in das Geheimnis seiner Beständigkeit einzudringen, als Menschen nach seinem Licht und seiner Wahrheit zu streben. Nur Gott kennt die Zeiten und Etappen der Vervollkommnung dieser langen, dem Menschen eigenen Suche.“(41)

 

Schließlich erwartet die Kirche voller Hoffnung mit den Juden und Muslimen den Tag, der nur Gott bekannt ist, an dem alle Völker mit einer Stimme den Herrn anrufen, ihm Schulter an Schulter dienen und die Völkerwallfahrt hin zum endgültigen eschatologischen Ziel vollenden (vgl. Weish 3,9; Jes 25,67; Mt 8,11).(42)

 

(40) Übersetzt nach: John Paul II.: Letter to His Eminence Edward Cardinal Cassidy for the International Encounter of Prayer Held in Milan (Rom 9-16-1993). Vgl. Gioia, Interreligious dialogue, 515.

(41) Dialog und Verkündigung 43.

(42) Vgl. NA 3 und 4.

 

 

 

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Entnommen aus der Arbeitshilfe Nr.170 (2. Aufl.) des Sekretariats der Deutschen Bischofskonferenz "Leitlinien für das Gebet bei Treffen von Christen, Juden und Muslimen" vom 24. Juni 2008. 

 

 

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