Huber kritisiert „massive Unterdrückung“ von Christen

KNA 04.06.2011
Dresden (KNA) Der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Wolfgang Huber, hat eine „massive Unterdrückung“ von Christen in islamischen Ländern kritisiert. Auch unter einer säkularen Verfassung, wie sie in der Türkei gelte, würden die Rechte von Christen beeinträchtigt, sagte Huber am Donnerstag in Dresden. Der Vorwurf, sie betrieben Mission, könne als Vorwand für Mordtaten dienen.
Erschütternde Beispiele aus Ägypten, dem Irak oder Nigeria zeigten, dass ein christliches Bekenntnis in unmittelbare Lebensgefahr führe, so der Berliner Alt-Bischof. Auch die Hoffnung, die Revolution in Ägypten hätte Christen und Muslime näher gebracht, sei inzwischen getrübt worden. Huber äußerte sich beim 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dresden.
Auch in den kommunistischen Staaten China und Nordkorea würden Christen bis zum heutigen Tag daran gehindert, ihren Glauben frei zu bekennen und zu praktizieren, fügte Huber hinzu. Schulische und berufliche Diskriminierung erweise sich immer wieder als eine besonders wirksame Methode, die freie Religionsausübung zu behindern.
(KNA - llkqkm-BD-0927.54RO-1)

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