Kirche setzt auf Förderung von Studenten aus Nordafrika

KNA 29.04.2011
Bonn (KNA) Der Katholische Akademische Ausländer-Dienst (KAAD) will den Wandel in den Ländern des Nahen Ostens durch die Förderung von Studierenden aus dieser Region bewusst unterstützen. In diesem Jahr fördere der KAAD rund 70 Nachwuchswissenschaftler aus den Ländern der Nahostregion mit einem Stipendium für ihr jeweiliges Fachstudium sowie einer breiten Palette an gesellschafts- und entwicklungspolitischen Bildungs- veranstaltungen und spirituellen Angeboten, teilte Generalsekretär Hermann Weber am Mittwoch in Bonn mit.
Insgesamt flössen in diese Region etwa 15 Prozent der KAAD-Gesamtförderung. Weber betonte, Stipendiaten aus dem Nahen und Mittleren Osten könnten in dieser Situation als „change agents“ (Agenten des Wandels) zu einer demokratischen Umgestaltung der Region beitragen. „Sie darauf vorzubereiten, indem sie auch die Rolle ihres religiösen Bekenntnisses reflektieren, ist ein zentrales Ziel der Bildungsarbeit des KAAD.“
Von Donnerstag bis Sonntag kommen in Bonn rund 270 Teilnehmer aus 55 Ländern zur 25. Jahresakademie des KAAD zusammen. Das Thema lautet: „Botschafter des Glaubens: Dialog - Zeugnis - Mission“. Das Stipendienwerk der deutschen Katholiken hat 2010 in Deutschland 447 Stipendiaten aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa gefördert. Die Geförderten aus der Region Naher und Mittlerer Osten werden von kirchlichen Partnern aus den Schwerpunktländern Ägypten, Jordanien, Libanon, Palästina/Israel und Syrien vorgeschlagen und gehören überwiegend verschiedenen christlichen Konfessionen, aber auch dialogoffenen muslimischen Glaubensrichtungen an.
(KNA - llkomr-BD-1522.42GE-1)

Auf unserer Hauptseite finden Sie weitere Informationen zu den Themen interreligiöser Dialog und christlich islamischer Dialog.