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  Aufforderung zu verstärkter Zusammenarbeit mit Muslimen in Europa


Tagung des Komitees für Beziehungen mit Muslimen in Europa Berlin (Deutschland), 6. bis 9. Dezember 2007

 

 


Während seiner Tagung in Berlin (Deutschland) vom 6. bis 9. Dezember hat das vom Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) und der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) eingerichtete Komitee für die Beziehungen mit Muslimen in Europa betont, wie wichtig es sei, mit den Muslimen in Europa nach gemeinsamen Grundlagen zu suchen und einen nachhaltigen, Vertrauen bildenden Dialog zu führen. Der Ausschuss begrüßte das vor einigen Wochen veröffentlichte, von 138 islamischer Gelehrten unterzeichnete Schreiben „Ein gemeinsames Wort zwischen uns und euch“ und würdigte es als einen äußerst bedeutsamen Schritt in der Geschichte des Islam, ein aufrichtiges Zeichen der Schaffung guter Beziehungen mit den christlichen Kirchen und des gemeinsamen Eintretens für eine friedvollere und gerechtere Welt. Den Kirchen wurde empfohlen, positiv zu reagieren und Gespräche und Möglichkeiten zum Austausch anzubieten, die die Gemeinsamkeiten beider Religionen sowie gemeinsame Aufgaben betonen, gleichzeitig aber Unterschiede und bestehende Spannungen ansprechen sollten.

 

 

Das Komitee, das auf Einladung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Berlin tagte, setzt sich zusammen aus 20 Mitglieder und Berater der römisch-katholischen, der orthodoxen und der protestantischen Kirchen aus ganz Europa, einschließlich der Türkei. Es hat den Auftrag, sich über die in den verschiedenen Teilen Europas gemachten Erfahrungen auszutauschen, die Kirchen im Blick auf christlich-muslimische Fragen zu beraten, die Zusammenarbeit mit muslimischen Partnern zu vertiefen und den Prozess der europäischen Integration aus Sicht der interreligiösen Perspektive zu betrachten.

 

 

Das Komitee, das einen Beitrag geleistet hatte bei der Durchführung der Dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung, die im September 2007 in Sibiu/Hermannstadt (Rumänien) stattgefunden hatte, betonte im Rahmen einer Bewertung der Versammlung die zunehmende Bedeutung des interreligiösen Dialogs für die Kirchen in Europa.

 

 

Das Komitee plant für Oktober 2008, wahrscheinlich in Brüssel, eine gesamteuropäische Konferenz mit muslimischen Partnern zum Thema „Bürger Europas sein und gläubig sein. Christen und Muslime als aktive Partner in den Gesellschaften Europas“. Diese Konferenz soll einen wesentlichen Beitrag zum „Europäischen Jahr des interkulturellen Dialogs 2008“ leisten. An der nächsten Tagung des Komitees, im April 2008 in Ungarn, werden auch muslimische Partner teilnehmen, damit der Kongress gemeinsam geplant und umgesetzt werden kann.

 

 

Genf/St. Gallen, 11. Dezember 2007

 

 

******* Für weitere Informationen: Thierry Bonaventura, Pressebeauftragter CCEE Telefon: ++41 / 71 / 60 40 Mobil: ++39 / 347 / 036 09 23 E-mail: thierry.bonaventura@ccee.ch Luca Negro, Sekretär für Kommunikation und Information KEK Telefon: ++41 / 22 / 791 64 85 Mobil: ++41 / 78 / 870 81 17 E-mail: luca.negro@cec-kek.org

 

 

Der Rat der europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) vereint die Vorsitzenden der derzeit 34 Bischofskonferenzen Europas. Den Vorsitz hat Kardinal Pèter Erdö, Erzbischof von Esztergom- Budapest, Primas von Ungarn; Vizevorsitzende sind Kardinal Josip Bozanic, Erzbischof von Zagreb und Kardinal Jean-Pierre Ricard, Erzbischof von Bordeaux. Generalsekretär des CCEE ist Mons. Aldo Giordano. Das Sekretariat hat seinen Sitz in St. Gallen (Schweiz).

 

 

Die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) ist eine Gemeinschaft von 120 orthodoxen, protestantischen, anglikanischen und altkatholischen Kirchen aus allen Ländern Europas sowie 40 assoziierten Organisationen. Die KEK wurde 1959 gegründet und unterhält Büros in Genf, Brüssel und Strassburg.

 

 

 


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