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Der interreligiöse Dialog gehört in den Alltag

 


Plädoyer des Direktors des Päpstlichen Instituts für Arabische und Islamische Studien

 

ROM, 16. November 2007 (ZENIT.org).- Der interreligiöse Dialog müsse in die alltäglichen zwischenmenschlichen Beziehungen Einzug halten und zu verstärkter Zusammenarbeit veranlassen, mahnte Pater Miguel Ángel Ayuso Guixot, Direktor des Päpstlichen Instituts für Arabische und Islamische Studien, bei der Eröffnungsveranstaltung des neuen akademischen Jahres an der Päpstlichen Theologischen Fakultät Marianum.

Der Geistliche betonte mit Verweis auf die Konzilserklärung Nostra aetate, dass „die Zusammenarbeit zwischen kulturellen und religiösen Gruppen absolut erforderlich ist, um alle Formen von Spannung in der Gesellschaft zu überwinden und somit in der Hoffnung auf Kameradschaft und Frieden leben zu können.“

P. Ayuso, der 20 Jahre lang als Missionar in Ägypten und im Sudan gelebt hat, bekannte, dass der Weg zu diesem Ziel beschwerlich sei. Viele kritisierten den interreligiösen Dialog und meinten, „er sei nutzlos, ja manchmal sogar gefährlich – sowohl für die eine Seite als auch für die andere. In Wahrheit bietet aber die jetzige Situation jedem eine gute Gelegenheit, seine Absichten zu reinigen, seine Methoden zu verbessern und seinen Einsatz zu intensivieren.“

In diesem Sinn gäbe es drei erstrebenswerte Zukunftsperspektiven: „Bildung; die Bemühung um gemeinsam geteilte Werte und die Zusammenarbeit beim Aufbau unserer Zukunft“.

Nach Worten des Priesters ist es erforderlich, ein gemeinsames Programm zu erarbeiten, „um interreligiöse zwischenmenschliche Beziehungen im Alltag, in der interreligiösen Zusammenarbeit und bei der theologischen Betrachtung sowie in einer geistlichen Begegnung aufzubauen“, so Pater Ayuso. In einer Zeit der wachsenden Globalisierung sei „eine harmonische Handlungsweise, die die Religionsfreiheit, die gesunde Gegenseitigkeit und den Einsatz für den Frieden fördert, dringend notwendig“.

Schließlich machte sich Pater Ayuso Worte Benedikts XVI. zu Eigen und schlug vor, dass „das alles mittels eines interkulturellen und interreligiösen Dialogs geschehen muss; mit Optimismus und Hoffnung, schlicht und einfach weil dieser Dialog nicht zu etwas zusätzlichem oder etwas fakultativem herabgemindert werden kann. Ja, im Gegenteil: Es handelt es sich dabei um eine grundlegende Notwendigkeit, von der ein guter Teil unserer Zukunft abhängt.“

 

 

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