Mazyek fordert mehr Einsatz der Religionen für Umweltschutz

KNA 18.05.2012
Mannheim (KNA) Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD), Ayman Mazyek, fordert ein stärkeres Engagement der Religionsgemeinschaften für die Umwelt. „Das Thema schreit danach, dass wir als Religionsgemeinschaften unsere Verantwortung wahrnehmen“, betonte Mazyek am Freitag beim Katholikentag in Mannheim. Die verschiedenen Religionen lehrten die Men-schen, dass mit Ressourcen sparsam umgegangen werden müsse. Ressourcen seien endlich und müssten gerecht verteilt werden.
Der Leiter des Katholischen Büros in Berlin, Prälat Karl Jüsten, rief die Religionsgemeinschaften auf, sich mit „sachlichen Fachmeinungen“ in die Politik einzubringen. Es gebe bei Themen wie Rechtsra-dikalismus oder Lebens- und Umweltschutz eine hohe Bereitschaft der Politik, auf die Religion zu hören. Es komme aber darauf an, dann nicht nur „den moralischen Zeigefinger“ zu heben. Vor allem beim Thema Umweltschutz „helfen keine Bibelsprüche“, so Jüsten.
Darüber hinaus appellierte Jüsten an alle Glaubensgemeinschaften, gegen konfliktbereite Gruppen vorzugehen. Religion dürfe keine Gewalt auslösen. Häufige Ursache für Konfliktbereitschaft seien eine ideologische Aufladung der Religion oder auch das Gefühl von Unterlegenheit und Diskriminie-rung.
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