Schick für interreligiösen Dialog an biblischen Stätten

KNA 02.04.2012
Bamberg (KNA) Der Bamberger katholische Erzbischof Ludwig Schick tritt für mehr interreligiösen Dialog an den biblischen Stätten ein. Besonders an diesen Orten sollten die versöhnungsbereiten Kräfte gestärkt werden, um „radikale, einseitige und intolerante Mächte“ zu neutralisieren, sagte Schick in seiner Predigt zum Palmsonntag in Bamberg. „Die Karwoche schreit geradezu nach Versöhnung, Friede und Einheit.“
Schick erinnerte daran, dass Jesus Frieden für alle Menschen gewollt habe. Er habe sich lieber kreuzigen lassen, als mit Gewalt und Terror oder durch Volksaufstände das Reich Gottes in die Welt zu bringen. Daher seien Christen im Engagement für ihre Rechte und Gerechtigkeit für alle zur Gewaltlosigkeit verpflichtet. Der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz forderte die Regierungen der Länder im Nahen Osten und in Nordafrika auf, Christen als gleichberechtigte Staatsbürger zu behandeln. Diese wollten mit Gläubigen anderer Religionen friedlich zusammenleben. Es sei ein positives Zeichen, dass viele Muslime in diesen Ländern das auch wollten, so Schick.
(KNA - lmkokl-bd-1244.26ro-1)

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