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  Hessischer Verdienstorden für Dr. Guido Amend

 Langjähriger Leiter des katholischen Büros für Engagement geehrt

 

 

WIESBADEN / FRANKFURT. Für sein „vorbildliches Engagement für das Gemeinwohl des Landes Hessen“ hat Ministerpräsident Roland Koch den ehemaligen Leiter des Kommissariats der katholischen Bischöfe im Lande Hessen, Dr. Guido Amend, mit dem hessischen Verdienstorden ausgezeichnet. Wie Amend über Jahre hinweg die Einflussnahme der christlichen Kirchen auf die Politik organisiert habe, sei unangefochten, sagte der Ministerpräsident bei der Ordensverleihung am Dienstag, 13. Juli, in der hessischen Staatskanzlei. Mit der Auszeichnung, so Koch weiter, werde aber unabhängig davon vor allem sein besonderer ehrenamtlicher Einsatz für kirchliche, soziale und integrative Zwecke gewürdigt.

 

In seiner Ansprache hob der Ministerpräsident Amends Engagement als Mitglied im Integrationsbeirat des Landes Hessen, als Vorsitzender der „Christlich-islamischen Begegnungs- und Dokumentationsstelle“ (CIBEDO) und als Vorstandsmitglied des Vereins „Fraternität-Behinderten-Selbsthilfe“ in Frankfurt hervor. „Wir Hessen sind froh, dass sie Sie das alles getan haben“, sagte Koch. Mit Blick auf den Limburger Generalvikar Dr. Franz Kaspar unterstrich er die gute Tradition von katholischer Seite, „sehr lange mit der Landesregierung zu tun zu haben.“ Das halte offenbar fit und munter, meinte er. Kaspar hatte das Kommissariat von 1979 bis 2004 geleitet. Im Namen der beteiligten (Erz-)Bistümer Paderborn, Fulda, Mainz und Limburg bedankte sich der Generalvikar für die Auszeichnung. „Wir erfahren dadurch eine Bestätigung des guten und wirkungsvollen langjährigen Miteinanders.“ Amend lobte in seiner Dankansprache die Klugheit Kochs, der das Verhältnis Staat und Kirche immer im Blick gehabt habe.

 

Guido Amend war seit 1977 zunächst Justitiar des Kommissariats der Bischöfe im Lande Hessen. Seit 1981 war er zudem geschäftsführender Referent und von 2004 bis zu seinem Ruhestand im März dieses Jahres Leiter des Katholischen Büros. Zum 15. März wurde der 65-jährige Jurist von Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst zum bischöflichen Beauftragten bei Missbrauchsverdacht ernannt. Sein Sitz ist in Frankfurt. Die Leitung des katholischen Büros in Wiesbaden wird zum 15. August Domkapitular Dr. Wolfgang Pax Amt übernehmen.

 

Das Kommissariat der Katholischen Bischöfe im Lande Hessen ist die Verbindungsstelle zwischen der katholischen Kirche in Hessen und dem Bundesland Hessen. Getragen wird das Kommissariat von den Bischöfen der Diözesen Fulda, Limburg, Mainz und Paderborn. Sitz ist Wiesbaden. Gründungsleiter war der spätere Mainzer Domdekan und Dezernent für Schulen und Hochschulen im Bischöflichen Ordinariat Mainz, Prälat Dr. Hermann Berg. Ihm folgte 1979 als erster Leiter des Kommissariates der heutige Generalvikar des Bischofs von Limburg, Prof. Dr. Franz Kaspar.


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